Band 1: Das Stadtbild 1870 - 1920
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Wie mittelalterlich und romantisch Soest vor den Bombenzerstörungen des Zweiten Weltkriegs war, kann man sicherlich noch erahnen. 60 % der alten Bausubstanz wurden zerstört oder stark beschädigt. Die vielen Fotos im ersten Band der Reihe "Soest in alten Bildern" holen noch einmal das alte Soest zurück.
Das sogenannte Bügeleisenhaus an der Wiesenstraße mit der Adresse Pöppelgasse 2, das über den Kolkbach gebaut war, wurde in der Nacht vom 12. auf den 13. Juni 1941 durch eine Sprengbombe zerstört, die insgesamt 15 Häuser in diesem Bereich zerstörte und weitere 27 stark beschädigte. Im Umkreis von 500 Metern wurden alle Fensterscheiben zertrümmert und viele Dächer abgedeckt. Das Bügeleisenhaus und das Nachbargebäude wurden vom Erdboden weggefegt und in die umliegenden Häuser geschleudert. (Hierzu siehe auch das Buch "Bomben auf Soest", Nr. 50 der Soest-Bibliographie.)
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1979 erschien in der Westfälischen Verlagsbuchhandlung Mocker & Jahn, Soest, der erste Band in der Reihe "Soest in alten Bildern" im Format 21 x 27 cm. Er behandelt hauptsächlich das Stadtbild von 1870 bis 1920, gibt aber auch einen Einblick in das Leben der Bürger um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Hiermit wurde, wie auch in den nachfolgenden Bänden, nicht nur ein Bilder- sondern ebenso ein Lesebuch mit zumeist umfangreicheren Bildunterschriften und Hintergrundinformationen vorgelegt.
Er enthält ausführliche Zwischentexte, z. B. über die Entwicklung der Trinkwasserversorgung, die Straßenbeleuchtung, über die langjährigen Auseinandersetzungen um Erhalt oder Abbruch der mittelalterlichen Stadtwälle, die Ortssatzung "betreffend die Erhaltung der Eigenart des Orts- und Straßenbildes" oder die Freiligrathfeier 1910 u. a.
Der Band umfasst 240 Seiten mit 233 Abbildungen und ist unter der ISBN 3-87902-207-0 im Buchhandel zu erwerben.
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| Ecke Jakobistraße/Hospitalgasse um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Das Sparkassengebäude aus den 1970er Jahren, das den Bereich links ausfüllt, verdeckt heute zum großen Teil die Petrikirche. Die Geschichtsträchtigkeit dieses Geländes dokumentieren heute noch die gewaltigen Mauerreste der um das Jahr 1000 errichteten Pfalz der Kölner Erzbischöfe, die aufgehend im Innenhof zwischen Sparkasse und Petri-Gemeindehaus und im Kellergeschoss der Sparkasse zu besichtigen sind. |
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Blick vom Grandweg durch die Klosterstraße auf die Kirche des ehemaligen Minoritenklosters an der Bischofstraße, heute Neu-St.-Thomä, und auf den schiefen Turm von Alt-St.-Thomä an der Thomästraße. Die Kinder sind entweder barfuss oder tragen Holzschuhe. In der Mitte steht links ein Kinderwagen aus der Kaiserzeit. |
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