Band 2: Die Soester im Kaiserreich und in der Weimarer Republik

      Der Matrosenanzug warb für die Flottenpolitik Kaiser Wilhelm II. Dieser maritimen Mode folgte bald auch eine ganze junge Frauengeneration, zu sehen im Band 2 der Reihe "Soest in alten Bildern".

Der erste Band bewirkte einen starken Zufluss von Fotos und anderen Unterlagen, sogar etlichen Nachlässen aus Soester Privatbesitz in das Stadtarchiv. Dies waren hauptsächlich Materialien zur Alltagsgeschichte Soests von 1914 bis 1950. Daraufhin beschlossen Autor und Verlag, diese Dokumentation aus Fotos, Zeitungsartikeln, Erinnerungen, Tagebüchern, Akten und Drucksachen unterschiedlichster Art in weiteren populären Bänden zur Soester Zeitgeschichte zu veröffentlichen.
Der zweite Band erschien 1986 in der Westfälischen Verlagsbuchhandlung Mocker & Jahn, Soest, und beschreibt unter Verwendung verschiedenster Quellen hauptsächlich unter gesellschaftlichen Aspekten die Soester im Kaiserreich und in der Weimarer Republik.
Wie die Soester den Ersten Weltkrieg 1914 - 1918 an der Front, aber auch zu Hause erlebten, von der Kriegsbegeisterung, dem Einsatz der Rote-Kreuz-Schwestern, von Spenden für den Krieg, von Zwangswirtschaft und Hunger, vom Rübenwinter und vielem anderen berichten Fotos, Briefe, Tagebücher, Dokumente und Zeitungsausschnitte.

Nagelung des Soester Wappens
Spenden-Nagelung des Soester Schlüssels am 3. Oktober 1915 auf dem Soester Markt. Die Einnahmen flossen in die Reichskriegsspende oder in einen Fond zur Unterstützung von Kriegerwitwen und Kriegswaisen.


Das Hauptkapitel befasst sich mit den Menschen in Soest. Hier einige Überschriften:

Die "besseren" und die "schlechteren" Soester; Arbeitsbedingungen in den Fabriken; Soester Herren und Damen bei Bismarck; Der Matrosenanzug wirbt für die Flottenpolitik des Kaisers; Eltern und Kinder; Hochzeiten; Soester bei der Arbeit und in der Freizeit; Soester Männer und Soester Frauen; Mädchenerziehung; Wahlrecht für Frauen; Gleichberechtigung von Mann und Frau; Ehe oder freie Liebe; Frauenemanzipation; Mädchenbildung; Die "wilden zwanziger Jahre" auch in Soest?; Modenschau; Attacken gegen die Frauenmode; Bademode; Jugend in Soest; Schüler in einer Bilderchronik über vierzig Jahre; Vom Untertan zum Staatsbürger.
Der Band schließt mit Dokumenten zu den letzten Kriegswochen und zur Revolution in Soest Anfang November 1918.

Er enthält auf 301 Seiten 356 Abbildungen und faksimilierte Dokumente und ist unter der ISBN 3-87902-209-7 über den Buchhandel zu beziehen.



Eine Klasse der Soester Petri-Elementarschule 1905 mit 76 Schülerinnen und Schülern. Etliche Klassenbilder aus verschiedenen Schulen über einen Zeitraum von ca. 40 Jahren sind in diesem Band 2 der Reihe "Soest in alten Bildern" abgedruckt.
   

Ein für die Soester wichtiger Zeuge des Ersten Weltkriegs ist der hier 1891 geborene expressionistische Maler Wilhelm Morgner, der hier aufwuchs, viele Zeichnungen und Ölbilder schuf, die heute im Soester Kunstmuseum "Wilhelm-Morgner-Haus" gezeigt werden und der im August 1917 in Flandern von einer Granate zerfetzt wurde. Er war schon Anfang Oktober 1914 kriegsverletzt worden. Das Foto zeigt ihn unrasiert, mit einer Zigarette im Mund vorn in der zweiten Reihe des Mannschafts-
wagens sitzend.




Startseite
Glückstadt
Soest
   Stadtportrait
   30jähriger Krieg
   Jäger von Soest
   Philippsessen
   Armbrust
   Kirmes
   Juden
   Alt-Soest
      Stadtbild
      Kaiserreich
      Autos
      1919 - 1939
   Bibliographie
Download
Linkseite
Kontakt